Ausflug nach Grandson 2014


Grandson 2014

Am Wochenende vom 13. und 14. September machten sich bei schönstem Spätsommerwetter fünf Boote von Erlach und Vinelz aus auf den Weg durch den Zihlkanal zum Neuenburgersee.
Erste Station war Auvernier, wo wir einen Mittagsimbiss zu uns nahmen, um uns für die kommende Fahrt mit der zünftigen Bise bis nach Grandson zu stärken. Gegen 13.30 Uhr ging es weiter den See hinauf bis nach Grandson, wo wir zwischen 15.30 und 16.00 Uhr eintrafen. Zuvor mussten wir aber einen kleinen Umweg fahren, da an diesem Wochenende eine Flotte Star-Boote in Grandson zur Regattaserie waren.
Dani und Sandro, die ihr Boot inzwischen am Neuenburgersee stationiert haben, waren schon vor Ort und halfen den ankommenden bei den teilweise schwierigen Anlegemanövern mit der seitlich einfallenden Bise, die mit gut 4 Beaufort unvermindert wehte. Britta und Bernd trafen ebenfalls zu der Zeit ein, so dass unsere Flottillie inzwischen auf sieben Boote angewachsen war.

Nachdem alle Boote vertäut waren, genehmigten wir uns auf der Hafenmole einen Apéro. Dabei konnten wir auch die Starboote gut beobachten. Ein Boot wurde gerade mit gebrochenem Mast in den Hafen geschleppt, zwei weitere mussten mit kleineren Pannen ebenfalls in den Hafen einlaufen, der Rest der Flotte startete zu einem weiteren Lauf bei unverminderter Bise 4 Bf, in Böen 5 Bf.

Während die Starflotte nach dem dritten Lauf des Tages nach und nach in den Hafen einlief (und das ist bei diesen Windverhältnissen mit einem Star-Boot nicht gerade einfach, da die ja keinen Motor haben und unter Segel einlaufen müssen), verhohlten wir uns nach und nach auf die Terrasse des Segelclubs von Grandson und beobachteten die Szenerie von dort aus. Gegen 19.30 Uhr bezogen wir dann im windgeschützten Bereich unsere lange Tafel und bestellten unser Abendessen. Trotz fortgeschrittener Jahreszeit war im Restuarant viel los, und die Bedienung musste sich mächtig ins Zeug legen, damit alle zeitgerecht ihr Menü und die Getränke bekamen. Zusammen mit den per Auto angereisten Bootsclüblern waren wir über 20 Personen am Tisch. Das dürfte sowohl teilnehmer- als auch flottenmässig fast schon ein Rekord in der jüngeren Geschichte dieser Ausflüge darstellen.
An die Küche kann man nur ein Kompliment aussprechen, es hat allen hervorragend geschmeckt.
Nach dem Essen gestaltete sich das Programm unterschiedlich. Während einige wenige sich früh zu Bett begaben, genossen andere einen letzten Hafentrunk an Bord oder auf der Mole, oder auch in einer Bar oben im historischen Städtchen.

Am Sonntag Morgen hatte die Bise, die bis weit in die Nacht weitergeweht hatte, endlich etwas nachgelassen.
Nach und nach schälten sich die Teilnehmer aus den Kojen und bereiteten das Frühstück vor, oder sie folgten dem Duft das Kaffees zurück zum Clubrestaurant und nahmen dort das Frühstück ein.
Gegen 10.30 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Schloss. Dort angekommen fanden wir zunächst einen herzigen Flohmarkt auf dem Platz vor dem Schloss vor (die Erbsensuppe auf dem Holzfeuer liess beim einen oder anderen schon wieder ein leichtes Hungergefühl aufkommen), und beim Eingang zum Schloss wurden wir informiert, dass an dem Tag der "Europäische Tag der Kulturdenkmäler" sei und der Eintritt daher frei. Zudem gab es im Schloss auch eine Sonderausstellung über Weinbau im Mittelalter, was vor allem Beat sehr interessierte.

Während unserem Schlossrundgang, auf welchem wir die Geschichte vom 12. bis 18. Jahrhundert dieser Gegend der Schweiz auf uns wirken liessen, stellten wir fest, dass die Bise nur eine Verschnaufpause eingelegt hatte und sich langsam wieder aufbaute. Wir wussten also, was uns für den Rückweg erwarten würde.
Leider waren einige Bereiche des Schlosses wegen Renovationsarbeiten nicht zugänglich, aber das tat unserer Begeisterung über die schön erhaltenen Exponate und die tolle Aussicht keinen Abbruch.

Zurück im Hafen genehmigten wir uns einen Abschiedstrunk, und einige nahmen auch noch einen kleinen Imbiss, da die Rückfahrt nach Erlach gleich ruppig werden würde wie die Anreise. Gegen 13.30 Uhr hiess es dann "Leinen los", und wir nahmen die gut 45 Kilometer wieder in Angriff. Aufgrund der Windverhältnisse verzichteten wir auf einen Badehalt und steuerten direkt den Hafen von Erlach an.

Zurück in Erlach liessen wir uns dann gemütlich auf der Terrasse nieder, genossen einen letzten Schluck und erzählten den Daheimgebliebenen von unseren Erlebnissen. Elisabeth und Ruedi, unterstützt von Annemarie, verwöhnten uns dazu mit feinen Pastetli mit selbstgemachter Füllung und Salat aus dem eigenen Garten. Auch die Pilze für die Pastetli waren wieder selbst gesammelt.

Vielen Dank an alle, die dieses Wochenende unvergesslich gemacht haben. Die Planung für den nächsten Ausflug läuft bereits.
 
Hier finden Sie ein paar Bilder vom Anlass.